Erlebnisbericht vom Eagle-Flight 2005
von Bernd Hamacher (3. Mai 2005)
Der Eagle-Flight zur AERO 2005 war diesmal ein Erfolg! Pünktlich um 09:00 LT überflogen am Samstag, den 23. April 12 Mooneys in enger Formation die Piste von Friedrichshafen, um danach in dichter Folge zur Landung einzuschweben. Damit hat sich die intensive Vorarbeit von Robert und Thomas ausgezahlt und wir haben nun ein Procedure, das wir auch zukünftig anwenden können.

Aber der Reihe nach: 18 Flugzeuge hatten sich angemeldet und 16 Flugzeuge schwebten tatsächlich im Verlauf des Freitags in EDTD ein. Nur zwei fehlten: Die N900RK von David Sowray, der mit seiner Mooney aus England kommen wollte, aber wegen Wetter absagen musste und unsere D-EHHL, die wegen eines Öllecks am Motor nicht rechtzeitig flugfähig war. Aber die Mooney.de ist eben eine Community, die ihre Mitglieder nicht hängen lässt! So gab es gleich mehrere Moonicas, die uns spontan eine Mitfluggelegenheit anboten und Heiko Bienek ließ es sich schließlich nicht nehmen, Thomas und mich am Freitagmorgen in EDXQ abzuholen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an Heinrich und Heiko fürs Mitnehmen und auch Dank an Bernd Juhrig und Dieter Hoch für das großherzige Angebot!
So waren wir schon mittags in Donaueschingen und konnten mit den Vorbereitungen vor Ort beginnen. Als am frühen Nachmittag alle Crews eingetroffen und im Hotel eingecheckt waren, galt es das Briefing und die Übungen zum Formationsflug zu absolvieren. Robert und Thomas hatten dazu ein detailliertes Skript erarbeitet, das von Robert Jongen ausführlich erläutert und abgestimmt wurde. Jede Crew bekam eine eigens entwickelte Checkliste fürs Kniebrett und zum Abschluss des Briefings ging es hinaus auf den Flugplatz, um zunächst am Boden – ohne Flieger – Positionsbestimmung und Positionsverfahren zu üben. Danach wurden Pärchen von Mooneys gebildet, die im Luftraum von Donaueschingen üben sollten, wie man sich die Position erfliegt und in Formation Kurven fliegt oder Höhenwechsel durchführt. Kurz darauf sah man reichlich Mooneys über Donaueschingen kreuzen und man hörte auf der Bord-zu-Bord Frequenz, wie darum gerungen wurde, die 45° Position zu halten. Als nach ca. einer Stunde alle Mooneys wieder gelandet waren, konnte man in den Gesichtern der Besatzungen Erleichterung und Freude, aber auch Respekt vor der Schwierigkeit des Verbandsfluges lesen. So mancher gab zu, selten so ins Schwitzen gekommen zu sein. So ging es auf ein Landebier ins Hotel, wo man sich gegenseitig versicherte, wie wichtig diese Übung gewesen sei und es keimte Zuversicht auf, dass man es am nächsten Tag schaffen werde. Bei gutem Buffet und reichlich Landebier klang dann der Abend mit angeregten Gesprächen und Fachsimpelei aus.
Am nächsten Morgen war frühes Aufstehen angesagt. Als um 06:45 Uhr der Wecker klingelte, war die Sonne schon aufgegangen und versprach wunderschönes Flugwetter. Frühstücken, Flugzeuge auspacken, Vorflugkontrolle und Anlassen und um 08:30 Uhr standen 12 Mooneys aufgereiht auf dem Taxiway der RWY 18. Heinrich Gerresheim war schon etwas vorher mit seiner C210 aufgestiegen, um den Eagle-Flight zu filmen. In kurzer Folge starteten die 12 Mooneys, geführt von Robert Jongen und danach konnte man 11 Mooneys beobachten, die heftig darum rangen, in Position zu kommen. 100 Meter Abstand in 45° Position einzunehmen und zu halten, ist eben nicht so einfach. Aber im Verlauf des Fluges wurde der tanzende Schwarm ruhiger und als Robert uns über November meldete, zog schon eine stolze Formation auf Friedrichshafen zu. In dieser Formation ging es dann quer über den Platz, um dann im Abstand von 10 Sekunden die Formation in eine parallele Folge von Gegenanflügen aufzulösen. So versetzt landeten dann alle 12 Mooneys planmäßig auf der RWY 24 und rollten auf den gemeinsamen Parkplatz ab.
Nun war die Freude über den geglückten Flug groß. Vielen war noch das Desaster der letzten AERO in Erinnerung, als die aufwendige Vorbereitung des Fluges an der nicht mitbedachten Weisung des Towerlotsen - in Formation über Friedrichshafen in ein Holding zu fliegen - scheiterten. Chaos und viel Frustration war das Ergebnis damals. Diesmal aber waren wir erfolgreich. Dies war nicht nur das Ergebnis einer verbesserten Planung und eines besseren Konzeptes, sondern auch das Ergebnis von engagierten Crews und einem hervorragenden Towerlotsen, der es verstand, den Luftraum für uns freizuräumen und abzuschirmen. Einen herzlichen Dank von dieser Stelle dafür. Dieser Dank gilt auch für Towerbesatzung von Donaueschingen, die uns in den beiden Tagen hervorragend unterstützt hat. Das macht Mut, den Eagle-Flight auch in den Folgjahren im Programm der mooney.de zu halten.
Bedingt durch die frühe Anreise hatten alle Besatzungen viel Zeit für die AERO; gegen Mittag gab es noch ein gemeinsames Treffen im Bistro-Zelt und zum Abend zogen es eine Reihe von Besatzungen vor, vor der heranziehenden Front den Heimweg anzutreten. 4 Besatzungen blieben an diesem Abend noch in Donaueschingen, um in gemeinsamer Runde Erfahrungen und Erlebnisse des Tages auszutauschen.
Damit können wir auf ein weiteres Fly-In der Mooney Community zurück blicken, das uns als Erfolg in Erinnerung bleiben wird. Nicht nur der erfolgreiche Eagle-Flight, sondern die neuerliche Erfahrung, dass es Spaß macht, Mooniacs zusammen zu bringen, ist Ansporn genug für die Zukunft. Tatsächlich haben wir uns gefreut, bekannte Mooniacs wieder zu treffen, aber es war auch schön, neue Mooniacs zu treffen und zuzusehen, wie selbstverständlich man zusammen fand. Das ist schon was!
Mit besten Fliegergrüßen
Bernd Hamacher
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Bilder vom Fly-In sind in der Galerie zu finden.
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