Erlebnisbericht vom Kaiserlichen Mooney-Fly-In nach Regensburg
von Bernd Hamacher (09.
Oktober 2005)


Mooney Fly-Ins sind attraktiv! Auch wenn das Wetter nicht passt, kommt man hin. Egal ob man den Flieger zu Hause lassen muss und per Auto ankommt. Das ist die gewonnene Erfahrung aus dem 7. Kaiserlichen Fly-In in Regensburg. Eine schöne Erfahrung!

Denn Kaiserwetter herrschte nicht am Ankunftstag. Eine schleifende Warmfront über der Mitte Deutschland mit aufliegender Bewölkung und eine Forecast, der Wolken und Vereisung bis FL180 versprach, waren nicht die besten Voraussetzungen für ein Fly-In per Flugzeug. Auch der Alpenraum und der Osten der Republik waren von schlechtem Wetter geprägt.

Während ich - noch geprägt vom Jetlag einer gerade beendeten Asien-Reise - deshalb am Donnerstagabend darüber nachdachte, ob ich dann nicht besser per Bahn nach Regensburg fahre, rief unser Webmaster Thomas an. „Heiko Bieneck, Heinrich Gerresheim und Peter Marton sind wegen des Wetters heute schon geflogen. Die sitzen schon mit den Kaisers beim Bier in Regensburg!“, war seine Botschaft. „Wenn du nicht fliegen kannst, dann schnapp ich mich morgen das Auto und fahre so von Konstanz nach Regensburg“, seine Message. Na, das war ja toll. Noch einmal das Wetter gecheckt und dann entschied ich mich, doch nicht mit dem Zug zu fahren, sondern am Samstag mit der Mooney nachzukommen. Per Zug und Auto war ich ja schon einmal auf einem Mooney Fly-In.

So brach ich dann am Samstagmorgen bei schönen Wetter Richtung Regensburg auf. Die letzten Schwaden der abgezogenen Front lagen unter mir und bei Sichten von mehr als 100 km war Flug ein purer Genuss. Ab Bayreuth brauchte ich auch keine Flugführung mehr, denn vor mehr als 25 Jahren habe ich in Speichersdorf meinen Flugschein gemacht – und seitdem ist mir die Gegend dort immer noch vertraut. Gegen Mittag schwebte ich dann als letzte Mooney auf den „Flugzeugträger“ Rebensburg-Oberhub ein. Zwei weitere Mooneys und die nagelneue DA42 eines Schweizer Mooniacs waren bereits am frühen Vormittag gekommen. Insgesamt 8 Flieger waren damit dem Fly-In gefolgt. Da ich wusste, dass die Gruppe das Schiff zur Walhalla bestiegen hatte, ließ ich mir Zeit, den Flieger zu vertäuen und fuhr dann nach Regensburg, wo Sigrid und Fritz Kaiser uns in dem wunderschönen Sorat-Hotel, direkt auf der Donauinsel, untergebracht hatten. In milder Frühherbstsonne spazierte ich durch die Innenstadt und bald kam mir eine gutgelaunte Gruppe von ihrer Kulturreise zur Walhalla entgegen, nachdem man zuvor die Stadt besichtigt hatte und sich bei Bratwurst und Bier gestärkt hatte.

Überraschenderweise war die Gruppe größer, als ich erwartet hatte. Denn die Mooniacs aus dem Umkreis von Regensburg waren kurzerhand per Auto gekommen und auch die Besatzungen aus Fassberg und Görlitz hatten sich von dem schlechten Wetter am Freitag nicht abhalten lassen und waren per Auto gekommen. Es ist eben attraktiv, bei Mooniacs dabei zu sein. Also waren wir dann schließlich doch 12 Besatzungen, die an dem Treffen teilnahmen. Am Abend gab es dann noch eine Brauereibesichtigung mit Probetrinken und Abendessen in einer zünftigen Brauereigasstätte. Dort dass man bei gutem Essen und reichlich Bier und sprach über Mooneys und andere Dinge des Lebens. Am Abend vorher hatte man schon ein Seminar über EDM-Engine-Monitoring gehabt, so dass man heute auch über persönliche Dinge und Interessen reden konnte. Wie üblich, ging es danach noch zu einem Absacker an die Hotelbar, bevor man sich zur Nachtruhe zurückzog.

Am Sonntagmorgen gemeinsames Frühstück im Hotel. Ein wenig Fachsimpelei noch, dann Checkout und gemeinsame Fahrt zum Flugplatz Regensburg-Oberhub. Bei schönstem Wetter verabschiedeten wir uns von unseren Gastgebern Sigrid und Fritz Kaiser, die uns wieder ein wunderschönes Fly-In unter Mooniacs beschert hatten und eine nach der anderen Mooney verließ den Platz Richtung Heimat. Es ist immer wieder ein schönes Bild, Mooneys starten zu sehen und das faszinierende Flugbild einer Mooney vom Boden aus zu betrachten. Wir verließen als letzte Mooney den Flugplatz und nahmen Kurs auf Südwest. Ich hatte unseren Webmaster Thomas als Copilot an Bord, um ihn noch nach Konstanz zu bringen, bevor ich dann die Republik bei strahlendem Wetter vom äußersten Süden bis in den Norden überquerte. Mooneys, so macht das Fliegen Spaß!

Mit besten Fliegergrüßen

Bernd Hamacher

 



Bei Fragen,Problemen und Hinweisen schreiben Sie uns einfach eine an Email.