Erlebnisbericht "Mooney meets TT62" von Pit Odenthal (18. April 2006) |
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Liebe Mooney Pilots,
Achim Radloff, PR Mann von HPA, nahm sich alle Zeit, den Hergang des von Heiko Teegen sel. (Pilot und Flugzeug) initiierten Entwurfs zu erläutern sowie den langwierigen Prozess vom Desktop zum Erstflug. Die Überraschungen waren aerodynamischer Natur. Die Props am Pylon brachten nicht den Vortrieb, den man errechnet hatte, die Kühlung der Engines erwies sich als lösbares Problem. Und dann statt 1800 ft/min Steigen nur 600. Der Testpilot war enttäuscht, erst langsam kam man mit weiteren Versuchen am Rechner dahinter, wo die Probleme lagen. OK, das war das „Proof of Concept“. Man hätte auch weiter viel Forschungszeit und –geld investieren können, das Prinzip mit Motoren im Rumpf und außen liegenden Propellern weiter zu entwickeln. Eine akademische Aufgabe. Hier wird aber ein Flugzeug verlangt, dessen Preis deutlich unter 1 Mio liegen soll und in absehbarer Zeit dem Markt zur Verfügung stehen muss. Man wendete sich nun dem neuen Konzept zu. Bewährtes sollte es sein, um die Composite-Zelle mit Colani-Design in erreichbarer Zeit fliegen zu lassen. Wohin mit dem Engines? Na klar, 2 x 400 Diesel PS von Thielert in die Flügel, wohin denn sonst. Als wäre man nicht früher drauf gekommen? Ein Schelm der sich nun lustig macht.
Aber bevor man das neue „Concept“ im Maßstab 1:1 sehen kann, wird noch etwas Zeit vergehen. Und wir waren gespannt, wie die tatsächliche geflogene TT62 nun aussieht. In der großen Stahlbetonhalle (Baujahr 1935, modernisiert und instandgesetzt 2001) da steht sie, fast so, wie sie im Februar 2005 vom Vorfeld gerollt wurde. Mit dem Namen „Alekto“ ist es nun vorbei, die neue bekommt eine anderen Namen‚TT62 Baltic’. Dennoch teilweise demontiert dient die Alekto jetzt als Testträger für die neuen Motoren und deren Position. Ein großes Flugzeug, wenn man aus der Mooney steigt, und 6 Leute finden darin leicht ihren Platz. Alle sind gespannt. Halb sechs war es, als Achim Radloff alle Fragen beantwortet hat. Und dann auf dem Weg zurück zum Vorfeld, als sich die Sonne am Küstenhorizont wieder blicken ließ, stand noch eine weitere, regennasse Mooney auf dem Vorfeld. Die NA aus Meinerzhagen mit ihren beiden Eignern, zu zweit. Die Frage nach Hotel und Dinner war nun nicht mehr hinauszuschieben, dennoch die HF aus Neustadt Aisch rollt mit ihren 4 Leuten an Bord und 20 L in den Tanks aufs Vorfeld, die wollen auch noch mit nach Ahlbeck. Alles geregelt, jeder hatte sein Zimmer, das 8 Personen Taxi vom Familienbetrieb aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Flugplatzes musste zweimal fahren. Es bringt uns ins 10 Minuten entfernte Seebad Ahlbeck, direkt an die Strandpromenade, Hotel Ostende. Und dann noch zwischendurch die Presse! Die Ostseezeitung aus Wolgast hat Wind bekommen, dass da 20 Flugzeuge mit dem markantem Tail in Heringsdorf landen, Ihr habts gelesen (www.mooney.de/über uns/presse) ? Er fand Reiseflugzeuge, der Reporter hats schnell begriffen, was den Unterschied ausmacht, er hat die 12 Mooneys gesehen. Kein Geschwätz von Sportfliegerei, ein Profi der Reporter, er konnte zuhören! Nur seine Mütze war weg, als er vor dem ersten Weizenbier gehen wollte. Die brauchte er doch bei dem Wetter da draußen. Jemand hatte ein MooneyCap übrig. Nette Leute eben.
Der nächste Morgen brachte uns schon den Verlust von 2 Mooneys ein, zwei weitere verdrückten sich nach dem Frühstück. Dafür kündigte sich die super aufgerüstete M20F mit Turbonormalizer aus Karlsruhe an, deren Piloten unbedingt am Samstagabend mit uns dinieren wollten. Wer zur Nachrüstung der Speedbrakes und der Enteisungsanlage mal eben nach Kerrville fliegt, der traut sich auch bei diesem Wetter nach Deutschlands hohem Nordosten. Fazit: Insgesamt 12 Der Samstag brachte die Fahrradtour zu acht entlang der polnischen Grenze zum Flugplatz. Der aufgeweichte Waldboden war nicht unbedingt ideal für den Nachwuchsradler. Aber in der Eisdiele auf der Seebrücke in Heringsdorf, da trafen sich wie verabredet die Strandpromenierer, die Fahrradfahrer, die Zeitgenießer. Dann kam das Gewitter. Wir saßen unter dem Vordach aber die sorgenvollen Gesichter wendeten sich nach Südosten, Richtung Flugplatz, wo kleine Hagelkörner Unheil anrichten können. Haben sie aber nicht. Wir haben es am Sonntagmorgen bei strahlendem Sonntagswetter überprüfen können. Herzlicher Abschied gemischt mit geschäftlichem Treiben vor der Tankstelle am Sonntag früh. Als ob 1,94 €/L nun so ein Renner ist. Heute 2 Wochen später, sogar schon wieder günstig. Leider, es hat niemanden nach Rönne getrieben, um für 1,10 €/L zu tanken. Diesmal nicht. Das Wetter…… !
von Pit Odenthal (Email: web@pit-odenthal.de) |
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